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Irlands Heilige

In Irland hat eigentlich alles – wirklich alles – mit dem Heiligen Patrick zu tun. Viele Geschichten und Mythen ranken sich um den Schutzheiligen Irlands und berühren sämtliche Bereiche des irischen Lebens. Und so war er quasi unser Leitmotiv an unserem nächsten Tag in Dublin.

Zu Beginn des Tages spazierten wir zu der in Sichtweite unseres Hotels liegenden St. Patrick’s Cathedral. Diese beeindruckende Kirche ist die größte Irlands.

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Allerdings ist sie inzwischen auch eine der größten Touristenattraktionen und als solche wird sie auch vermarktet. Nachdem wir uns für 6,00 € den Zutritt zu der Kirche erkauft hatten, betraten wir ehrfurchtsvoll das alte Gebäude. In Erwartung der eindrucksvollen Architektur – von außen kann man diese schon erahnen – legte ich den Kopf in den Nacken und schaute an die beeindruckende Decke. Dabei ging ich schweigend einige Schritte nach vorne – und rumste fast in ein Regal. Mitten im Mittelschiff dieser altehrwürdigen Kathedrale befindet sich nämlich ein Souvenirladen. Selbstverständlich darf man auch Fotografieren, Reden und alle Winkel anschauen und es gibt sogar einen Bereich, in dem man mit großen Bausteinen Kirchen puzzeln kann, Reliefs malen kann und und und. Ich weiß, dass die Unterhaltskosten für ein Gebäude dieser Größe immens sind und dass es wirklich wichtig ist, den Tourismus in Irland auszubauen und auch, das Image der Kirchen zu ändern und wieder für eine breitere Masse interessant zu machen. Meine Welt ist das aber nicht. Und so verließen wir diese größte Kirche Irlands mit sehr gemischten Gefühlen – einerseits beeindruckt von der Architektur, andererseits verstört von der Anpassung des Gotteshauses an die Bedürfnisse der Touristen.

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Unser Weg führte uns direkt zu der nächsten großen Kathedrale – Christ Church Cathedral. Auch diese ist ein großer Besuchermagnet in Dublin und dennoch hat sie sich deutlich mehr den Charakter eines “Gotteshaus” bewahrt als ihre “große Schwester” St. Patrick’s Cathedral. Sehenswert ist hier auf jeden Fall die Krypta – trotz des obligatorischen Souvenirladens.

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Von dort gingen wir am Dublin Castle und der Cityhall vorbei und machten uns auf die Suche nach einem Bus, der Richtung Glasnevin Cemetry fährt. 

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Als wir diesen endlich gefunden hatten und die erste Station gefahren waren, sahen wir die Teeling Distillery. Der Whiskey wurde angeblich ebenfalls von St. Patrick nach Irland gebracht und daher konnten wir diesen Programmpunkt auf keinen Fall verpassen. Auch wenn es gerade erst Mittagszeit war. Wir hatten Glück und bekamen noch Karten für eine Führung durch die Destillerie. Und nach der Führung gab es natürlich auch noch ein umfangreiches Tasting. Beides – also Besichtigung und Whiskeyprobe – sind absolut empfehlenswert!

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Als wir am frühen Nachmittag die Teeling Distillery Richtung Hotel verließen ging es uns wirklich richtig gut. Aber nach einer Pause wurde deutlich, dass wir uns jetzt doch langsam auf die Suche nach einem Restaurant machen sollten. Und so landeten wir zufällig in The Gastro Bar (Fade St. Social). Die Gerichte in dieser quirligen und dennoch edlen Tapas Bar waren abwechslungsreich und super lecker. Gut gestärkt schlenderten wir weiter durch Dublin, stürzten uns in den Trubel eines Halloweenladens um für unsere Kinder die gewünschten Kostüme zu erstehen und landeten letztendlich in Temple Bar. Zwischen gut besuchten Pubs mit Live-Musik findet man viele unterschiedliche Künstler. Überhaupt ist Kunst in Dublin in allen Formen sehr präsent und konfrontiert den Besucher auch mit der teils grausamen Vergangenheit Irlands.

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Den Abend haben wir ganz typisch irisch gemeinsam mit einer irischen Freundin in einem sehr urigen Pub mit spontaner Live-Musik ausklingen lassen.

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