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Schlechtwetter-Tag

Tag 7:

Als die Kinder am nächsten Morgen die Vorhänge zur Seite schoben, schmetterten sie uns direkt ihre Vorschläge für die Tagesplanung entgegen. Wir wägten ab … und saßen kurze Zeit später schon im Auto.

Unzählige Male sind wir diese Strecke bereits gefahren – meistens an einem Wochenende und fast immer bei schlechtem Wetter. Denn am Ziel hatten wir trotz Regen draußen immer entspannte und trockene Stunden und danach glückliche Kinder. Über ein Jahr waren wir nun nicht mehr dort gewesen und so waren wir alle neugierig, ob sich etwas verändert hatte oder ob wir die altbekannten Wege gehen würden.

Ohne lange Wartezeit an der Kasse – dank der frühen Morgenstunde – konnten wir das wohlbekannte, dunkle Gebäude betreten … bzw. im Falle unserer Kinder erhüpfen. Denn die drei waren schon beim Erblicken des Gebäudes in Jubelschrei ausgebrochen und hüpften seitdem wie Flummis auf und ab.

Was unsere Kinder so in Aufregung versetzte? Eigentlich nichts wirklich aufregendes könnte man sagen. Aber für uns und unsere Kinder war es während unserer Zeit in Irland DIE Schlechtwetter-Wochenend-Aktivität überhaupt: das Aquarium National SeaLife in Bray. Die Kinder kannten quasi jeden Fisch beim Namen und wussten wer in welchem Aquarium wohnt. Und so stellten sie direkt zu Beginn fest, wer umgezogen war und wer ganz neu war. Besonders schön war, dass die Großen jetzt auch endlich alt genug für die Rallye waren, die mit spannenden Fragen durch das Aquarium führt. Die beiden Mädels suchten mit Feuereifer die Fragetafeln, ich durfte dann die Fragen und Antworten vorlesen (und bei Bedarf übersetzen) und zu meiner Freude durfte ich auch die Antworten freirubbeln. Zur Belohnung gab es nachher für die abgegeben Karten Aufkleber, die natürlich unmittelbar überall hingeklebt wurden.

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Als wir wieder an der frischen Luft waren – inzwischen hatte sich typisch irisch auch der Regen wieder verabschiedet – meldete sich umgehend der Hunger. Geplant war eigentlich der obligatorische Besuch in dem Restaurant über dem Aquarium. Dort gibt es sehr gutes Essen bei einem grandiosen Ausblick auf das Meer. Allerdings war es kurz vor 12 Uhr. Das Restaurant sollte um 12 Uhr aufmachen und so lungerten wir noch einen Moment am Strand rum, die Kinder warfen Steine ins Meer und kletterten über die großen Felsen.

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Als wir um kurz nach 12 Uhr vor der Restauranttür standen, teilte uns der Inhaber freundlich mit, dass wir uns noch etwa 15 Minuten gedulden müssten bis sie aufmachen. Das war für meinen Hunger absolut indiskutabel. Und daher mussten wir wohl oder übel von unserer Routine abweichen und uns ein anderes Lokal suchen. Und so fanden wir zufällig das wirklich empfehlenswerte Ocean Bar & Grill in Bray.

Gesättigt und gut gelaunt ging es wieder nach Malahide, wo die Kinder nach einem Eis in der “besten Eisdiele der Welt” noch etwas in unserem B&B spielten, während wir unser Auto so umbauten und umpackten, dass wir die folgenden Tage zu siebt darin Platz finden würden.

Den Abend verbrachten wir bei lieben Freunden im Co. Kildare und es war sehr schön zu sehen, wie schnell die Kinder wieder miteinander spielten und durch das Haus jagten und die Sprache völlig nebensächlich wurde. Als wir um kurz vor neun unsere Kinder dann doch wieder von ihren neuen alten Freunden trennen konnte, waren sie so aufgeregt und voller Vorfreude, dass sie selbst die einstündige Fahrt zum Dubliner Flughafen noch (fast) alle wach überstanden – denn dort holten wir Oma & Opa ab, mit denen wir die nächsten sieben Tag Irlands Westen erkunden wollten.

Am Dubliner Flughafen entdeckten wir dann dieses Plakat:

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Eigentlich gilt das nicht nur für Dublin, sondern für ganz Irland – wirklich weit weg ist das Meer an keiner Stelle der Insel. Ja, das vermissen wir! Aber gerade heute habe ich meine Kinder dabei beobachtet, wie sie mit genau dem gleichen Elan Steine in die Havel warfen und ich glaube, die Kinder haben ihren neuen Platz hier gefunden.

gefahrene Kilometer/Tag: 220

gefahrene Kilometer/gesamt: 2.360

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Dingle

– die namensgebende Stadt der Dingle Peninsula – ist circa eine halbe Autostunde von Inch entfernt und ein sehr schönes, gemütliches und buntes Hafenstädtchen, das in unserem Urlaub mehrere Male als Schlechtwetteralternative herhalten musste und es auf die Liste meiner Lieblings-Städte in Irland geschafft hat.

Das Aquarium ist relativ klein, aber für die Kinder hat es die perfekte Größe. Die Highlights sind ein riesiges Becken mit Haien, Rochen und anderen Großfischen sowie ein Unter-Wasser-Tunnel. Außerdem gibt es ein paar Pinguine, die die Kinder aus einem Mini-Iglu heraus beobachten können.

Aquarium in DingleFür die Restaurantauswahl war mehr oder weniger Noah verantwortlich – und hat dabei ein sehr gutes Händchen bewiesen. Sobald er seinen Hunger anmeldete, hetzten wir direkt in das nächstgelegene Restaurant. So fanden wir in Dingle das „The Boat Yard“, das uns durch gutes Essen, kinderfreundliches Personal und die Lage direkt am Hafen überzeugte. Empfehlenswert sind alle Fischgerichte, insbesondere die von der Tageskarte.

Lieblingsrestaurant in Dingle

Wie schon erwähnt ist Dingle sehr bunt, jedes Häuschen ist in einer anderen Farbe gestrichen und überall blühen Blumen. Neben den üblichen Souvenirläden gibt es viele kleine, individuelle Boutiquen und Kunstausstellungen. Kleine, gemütliche Hinterhöfe und viele Blumen geben der Hafenstadt ein ganz besonderes Flair.

DingleSollten wir es noch einmal schaffen, nach Dingle zu reisen, werden wir auf jeden Fall eine der Bootstouren buchen, auf denen man die Delfine in der Bucht anschauen kann … und ausgiebig shoppen … und im Hafen die Schiffe und Menschen beobachten … und leckeren fangfrischen Fisch essen … und und und … wir kommen also auf jeden Fall wieder!