Angekommen

Tag 5:

Was macht man mit drei kleinen bis mittelgroßen Kindern Dienstags morgens um 6.20 Uhr in einer Kleinstadt in Wales? Schlafen? Ne, das kann doch jeder! Unsere Frühaufsteher brachten uns dazu, um kurz nach sechs in unserem Mini-Zimmer die Augen aufzumachen und nach einer überraschend guten Dusche die Gegend zu erkunden. Frühstück gab es nämlich erst ab 7.30 Uhr. Und so tobten sich unsere Kinder bereits aus, während sich der Großteil der Bevölkerung noch aus dem Bett quälte.

Handy Barbara

Als wir wieder an unserem B&B ankamen, sahen wir unseren Vermieter schon in der Küche fuhrwerken und so setzten wir uns als einzige Gäste in den Frühstücksraum und bekamen ein sehr gutes Full English Breakfast. Um kurz nach 8 Uhr machten wir uns gestärkt und voller Vorfreude auf den Weg zur Fähre. Meinerseits ausschließlich Vorfreude auf Irland und weniger auf die Fahrt – konntet ihr euch schon denken, oder. Den Weg zum Hafen hatten wir uns nicht so ganz genau im Vorfeld angeschaut, wussten aber, dass es nicht weit sein konnte. Als wir aber am ersten Kreisverkehr der Ausschilderung folgten und nur wenig später unser B&B jenseits des Zaunes erblickten und dann bereits die wartende Fähre sahen, waren wir doch etwas erstaunt, wie nah wir tatsächlich am Hafen übernachtet hatten. Zudem definierten wir den Begriff “just in time” neu. Denn wir fuhren durch die Kontrolle auf die Warteschlange für die Fähre zu – und prompt setzte diese sich in Bewegung und wir konnten quasi ohne anzuhalten von unserem B&B in den Bauch der Fähre fahren. Sehr praktisch!

Angesichts der wenigen Autos beim Einchecken konnten wir schon erahnen, dass das Schiff relativ leer sein würde. Das wir allerdings fast die Einzigen wären – damit hatten wir dann doch nicht gerechnet. Und so konnten die Kinder den großzügigen Spielbereich mit Kletterwand, Rutsche, Krabbeltunnel und vielem mehr vollständig in Beschlag nehmen.

Handy Barbara1

Um kurz vor zwölf klebten wir dann allerdings alle fünf an den Fensterscheiben und blickten auf die so gut bekannten Konturen, die sich da in der Ferne auftaten – Howth, die Türme vom Dubliner Hafen, Bull Island. IRLAND – wir waren Zuhause.

Handy Barbara2

Die Fahrt an der Küste entlang, über die Wooden Bridge – ein kurzer Abstecher zum Dollymount Beach – was ist neu, was ist wie immer, wo wird gebaut? Wie oft sind wir diese Strecke schon gefahren!? Und dann kommen wir an – in Malahide. Schon im Auto haben wir überlegt, wo wir am liebsten Mittagessen möchten. Jeder Pub, jedes Restaurant, jede Karte – alles ist noch so präsent. Letztendlich hat das Fowler’s gewonnen – auf Grund des super leckeren Pulled Pork. Und dann ging es an den Hafen. Hier hat unser “Abenteuer Irland” begonnen, als wir im Juli 2011 zufällig beim Malahide Festival durch die Stadt fuhren und wir uns auf Anhieb in die kleinen Gassen mit den bunten Häusern direkt am Meer verliebten.

Irland 2011
unser erster Besuch in Malahide Ende Juli 2011

20160322 - Dublin, Malahide1

Als wir die Kinder vor unserer Reise fragten, wo sie auf jeden Fall in Irland hin möchten, kam direkt: die weltbeste Eisdiele (The Really Old Sweet Shop). Und so führte unser nächster Weg natürlich dorthin. Die Kinder bekamen ein viel zu großes Eis mit Mini-Marshmallows, Smarties und Schokostange und gaben nach der Hälfte auf. Danach ging es weiter zu Laras ehemaliger Schule. Dort wurde jede Bastelarbeit im Fenster begutachtet und wir spielten zu fünft das Farbenspiel auf dem Schulhof, das Lara 1,5 Jahre lang jeden Morgen mit den Kindern vor der Schule gespielt hatte.

20160322 - Dublin, Malahide

Nachmittags brachten wir kurz unsere Sachen in das B&B – direkt neben unserem ehemaligen Haus – und machten uns dann auf den Weg in die Shopping Mall. Dort trafen wir eine gute Freundin und machten uns dann wieder auf den Weg zurück in den Ort. Im Fowler’s ließen wir den Abend mit Irish Stew und Bulmers und ganz viel Erzählen ausklingen.

gefahrene Kilometer/Tag: 52 (+ ca. 120 km über die Irische See)

gefahrene Kilometer/gesamt: 1.992