Gegensätze

Im Moment genieße ich den Augenblick – die Sonne, das Meer, das glitzernde Eis, die spielenden Kinder, einfach alles – und Sekunden später verfalle ich in Panik – wie sollen wir noch rechtzeitig dies und jenes schaffen, hab ich an alles gedacht, was steht noch auf meiner Liste? Ich versuche, mich noch mit so vielen lieben Menschen wie möglich hier zu treffen – aber gleichzeitig drängt die Zeit, denn das ganze Haus muss aussortiert, aufgeräumt und umzugsfertig gemacht werden. Abends verfalle ich in wilden Aktionismus oder liege todmüde um 8 Uhr im Bett. Mein Tag hat zu wenige Stunden, die Tage bis zu unserem Umzug verfliegen – nur noch 11 sind es jetzt, heute in einer Woche beginnt das große Einpacken. Wenn ich hier so durch die Räume gehe, kann ich mir das noch gar nicht vorstellen – es scheint noch genau soviel Kürmel (für die, die das Wort nicht kennen: Unordnung) da zu sein, wie immer. Aber wir leben ja auch noch hier. Die Kinder spielen, bauen Höhlen, basteln und füllen alle Räume. Der Alltag dominiert trotz dem Abschiedsschmerz, der Vorfreude und dem Organisationswahnsinn. Wie wird das nächste Woche wohl hier aussehen? Außen und innen?

Portmarnock