Nass und kalt

In der Nacht von Freitag auf Samstag ahnten wir schon, dass der Samstag anders verlaufen würde als geplant – so sehr hörten wir den Sturm draußen wüten und den Regen prasseln. Doch am nächsten Morgen wurden wir von einem wolkenfreien blauen Himmel begrüßt.

Nach einem kurzen Besuch im Schwimmbad – dem ersten zu fünft – und einem gemütlichen Frühstück hatte sich das schöne Wetter jedoch verabschiedet und Sturm und Regen zurück gebracht. Planlos stiegen wir in unser Auto und wollten ersteinmal losfahren – egal wohin. Westport House fiel aus, da es sich dabei hauptsächlich um einen Freizeitpark im Freien handelt und das bei eiskaltem Dauerregen und Sturm mit Baby nicht ganz so lustig ist. Auch die Fähre nach Clare Island war zu diesem Zeitpunkt schon weg – wenn sie denn überhaupt an diesem Tag und bei diesen Wetterkonditionen gefahren ist.

Kaum saßen wir im Auto, waren auch schon die beiden Kleinen eingeschlafen, während Lara sich über die vielen nassen Schafe und Kühe freute und alle fünf Meter rief „Oh guckt mal, ein Schaf“, „Mama, da ist eine braune Kuh!“, „Papa, halt mal schnell an! Mama soll das Schaf fotografieren! Genau das da!“ – Kühe und Schafe sieht man hier wirklich äußerst selten!

Schafe, Pferde, Kühe in Mayo

Und so tuckerten wir drei Stunden durch den County Mayo – am Meer entlang, um den Croagh Patrick herum und an vielen Schaf- und Kuhwiesen vorbei. Viele Strände hätten bei schönem Wetter zum Bauen von Sandburgen eingeladen, an vielen Stellen hätte man Spaziergänge machen können und den Croagh Patrick sollte man eigentlich auch einmal erklimmen – wir haben uns dennoch für das warme und trockene Innere unseres Autos entschieden.

Rundherum in Mayo

Trotz – oder gerade wegen – dem Regen und dem extremen Sturm war die Landschaft beeindruckend und die Naturgewalt des Meeres, das mit riesigen Wellen an den Klippen brach, schön und beängstigend zugleich.

Regen und Sturm in Mayo

Dank ein paar Sonnenminuten durften wir auch wieder einige Regenbogen bewundern.

Am Ende steht ein Topf voll Gold

Als Noah und Milla wieder wach wurden, kehrten wir nach Westport zurück. Dort schlenderten wir einmal durch die Stadt, statteten der Kirche unseren obligatorischen Besuch ab und als der Regen uns in ein Schuhgeschäft jagte, erwähnte Benni kurz das Schwimmbad – und schon waren wir schneller zurück im Hotel als gedacht.
Westport

Während Noah in meinem Arm ein Nickerchen machte und ich mir einen – nicht ganz so leckeren – Cocktail gönnte, verschwanden Benni, Lara und Milla mal wieder im Pool.

Nach dem Abendessen fielen wir alle müde in unsere Betten und wünschten uns für den nächsten Tag etwas weniger Regen.

6 Kommentare

  1. Die Natur ist ja wunderschön! Ich habe eine Gänsehaut bekommen.

    Bei uns regnet es heute übrigens auch. Dafür soll es Morgen schön werden. 🙂

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    • Ich bin auch jedes Mal wieder von der Natur überwältigt. Das ist teilweise so schön, dass ich mir wünsche, meine Augen könnten Fotos machen, weil ich ALLES festhalten möchte.

      Das Wetter ist hier extrem wechselhaft – im Moment regnet es, aber eine Prognose für die nächsten 10 Minuten wage ich nicht 😉

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  2. Trotzdem wunderwunderschön! Aber ja, im Urlaub steht und fällt doch immer alles mit dem Wetter. Selbst wenn man es hinterher auf den Fotos nicht sieht, schlagen Nässe und Kälte oft sehr unangenehm aufs Gemüt, finde ich.

    Viele Grüße,
    Lena

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    • Es kommt ja immer auf die Erwartungshaltung an. Nach Irland sind wir mit den Gedanken an Dauerregen gekommen … Und haben in den letzten zwei Jahren mehr Sonnenstunden gehabt und Zeit draußen verbracht als in Deutschland. Auf unseren ganzen Wochenend-Touren hatten wir immer unheimliches Wetter-Glück … Und das fehlte uns wohl an diesem Samstag. Da das Wetter hier aber so unbeständig ist, schafft es es selten, mir wirklich aufs Gemüt zu schlagen. Diese Woche ist wieder so typisch – ein Tag Regen, ein Tag Sonne 🙂 das tankt den Energiespeicher immer wieder auf 🙂

      Liebe Grüße aus Irland, Barbara

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      • Stimmt. Wir hatten auf der Halbinsel Beara (wunderschön übrigens und definitiv eine Reise wert, falls ihr da noch nicht ward!) mal einen nass-grauen. mystisch-nebligen Tag, der trotzdem richtig toll war. Und aus dem inneren des Autos lässt sich die Laune auch besser halten als mit nasser, kalter, knisternd-unbequemer Regenjacke in der Pampa. Oder, wenn man besagte Regenjacke schon tragen muss, lässt sich das auch bedeutend leichter ertragen, wenn im Anschluss die Aussicht auf eine heiße Tasse Tee in einem netten Café oder ähnliches lockt. Erwartungshaltung. 🙂

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