Message in a bottle

Manchmal werden uralte Wünsche auf einmal wahr – und zeitgleich ganz junge.

In Wales ging ein älteres englisches Ehepaar – Großeltern von vier Enkeltöchtern – in ihrem Urlaub am Strand spazieren. Die ältere Dame hatte sich schon immer gewünscht, einmal in ihrem Leben eine Flaschenpost zu finden. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man tatsächlich einmal eine findet?

Doch diese britische Lady wurde in diesem Urlaub an der walisischen Küste auf eine verschlossene Flasche im Sand aufmerksam. Darin war eingerollt ein Bild und ein kurzer Text von einem kleinen Mädchen.

Ihr Ehemann malte ebenfalls ein Bild – von dem Strand, an dem sie die „Message in a bottle“ gefunden hatten – und dieses Bild machte sich nun mit einer lieben Karte per Luftpost auf den Weg von England nach Irland …

The Beach at Tywyn

… zu Lara.

Vor drei Wochen hatte Lara ein Bild gemalt und beschlossen, dass es als Flaschenpost verschickt werden sollte. Also schrieb ich ihre Adresse darauf und Benni opferte sich für den Inhalt einer Rotweinflasche mit Schraubverschluss. Und wenig später fand die Flasche bei einem Strandbesuch mit Oma und Opa den Weg ins Meer.

Der Beginn einer langen Reise

Und ab da fragte Lara sehr häufig, ob ihre Flaschenpost schon angekommen sei. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass die Flasche tatsächlich einmal gefunden werden wird – für Lara hingegen war es selbstverständlich, dass sie ihren Weg finden wird.

Die Flasche schwamm derweil von Malahide an der irischen Ostküste durch die irische See und wurde in Wales zwischen Tywyn und Aberdovey an Land gespült. Wieviele Seemeilen hat dieses Bild wohl zurückgelegt? Wieviele Fische haben sich über die Weinflasche gewundert? Wievielen Fischernetzen und Motorbooten ist die Flasche ausgewichen?

Weg der Flaschenpost

Der Antwortbrief hatte es da schon deutlich einfacher. Per Luftpost fand es den Weg aus Halesowen in den englischen Midlands nach Dublin.

Letter

Die kleine Empfängerin war den ganzen Weg von der Schule nach Hause aufgeregt, denn dort wartete ihre Post – denn wer aus England außer der Finder ihrer Flaschenpost sollte Lara ganz persönlich schreiben?! Als sie dann tatsächlich den Brief öffnete, freute sie sich unheimlich doll. Vor allem über das Bild! Damit hat sich für zwei Menschen ein Wunsch erfüllt.

Auch wenn wir jetzt wissen, dass auch das Meer zuverlässig Post transportieren kann, werden wir uns zukünftig weiterhin auf den Luftweg verlassen. Und dennoch werden wahrscheinlich noch einige Flaschen mit Bildern und Briefen von nun an von unseren Kindern am Strand ins Meer geworfen.

13 Kommentare

  1. DAS ist ja toll! Und was für eine schöne Idee! Ob das auch von Rostock aus nach Dänemark oder Schweden klappt? Ich glaube, das probieren wir in den Herbstferien mal aus. Für den Inhalt einer Weinflasche wird sich schon irgendwer opfern… Danke für die tolle Idee!

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