Das passt schon!

Was muss ich alles einpacken? Was darf ich auf keinen Fall vergessen? Wäre es nicht besser/einfacher/bequemer Zuhause zu bleiben? Wird es dieses oder jenes am Urlaubsort geben?

Bereits das dritte Mal sehe ich mich vor dem Berg aus Babykleidung, Pampers, Flaschen, Kinderwagen und Co. stehen und frage mich, ob das alles ins Auto passen wird, wie ein so kleiner Menschen so viele Sachen benötigen kann und ob ich nicht doch noch etwas lebensnotwendiges vergessen habe. Wobei „lebensnotwendig“ relativ zu sehen ist.

Die erste Reise mit Baby – damals mit der wenigen Wochen jungen Lara – ging mit meinen Schwiegereltern nach Österreich zum Skilaufen. Unser großer Vorteil war, dass wir die Ferienwohnung und das gesamte Umfeld dort sehr gut kennen und somit wussten, was wir wo finden, was man mitnehmen muss und was bereis dort ist. Und dennoch nahmen Laras Sachen damals mehr Platz ein, als Bennis und meine gemeinsam – obwohl sie in der Größe eher Bennis Socken entsprachen. Und – wie zu erwarten war – hatten wir nichts lebensnotwendiges vergessen, dafür aber mindestens einen halben Kofferraum Kram ungenutzt wieder zurück transportiert.

St. Anton - Ostern 2009

Millas erste Reise ging mit knapp drei Monaten nach Holland – die Babysachen waren schnell zusammengesucht und gepackt … schließlich war Lara auch erst 1,5 Jahre alt und ich schleppte fast täglich Taschen voller Pampers, Flaschen, Spielzeug und Wechselklamotten mit mir rum … Eigentlich hätte ich wahrscheinlich jederzeit mitsamt der Kinder auf eine mehrwöchige Weltreise gehen können.

Domburg 2010

Inzwischen erledigt sich das Kofferpacken fast von alleine – Sommerurlaube mit den Kindern nach Kroatien, Holland, Österreich und Portugal, Winterurlaube nach Österreich, einige Besuche in Deutschland und diverse Kurztrips innerhalb Irlands haben eine gewisse Routine beim Packen für jede Wetterlage bewirkt. Dennoch ist es dieses Mal wieder etwas besonderes.

Noahs erster Urlaub steht vor der Tür.

Dublin 07/2013

Ich schaue meine Liste an, die ich bisher eher so nebenbei und relativ halbherzig erstellt habe – zu sehr bin ich noch mit der Organisation des Alltags und den vielen kleinen Nebenbaustellen beschäftigt.

Der Vorteil dieser Reise ist: wir bleiben in Irland. Das bedeutete, wir haben eine relativ kurze Anreise – ca. 4 Autostunden, wir wissen, welche Produkte es wo gibt und wir kennen das Gesundheitssystem hier.

irischer Sommer

Der Nachteil dieser Reise ist: wir machen Urlaub in Irland. Was soll ich nur für Anziehsachen einpacken? Seit mehreren Wochen ist es sonnig und warm – absolutes Sommer-Strand-Wohlfühl-Wetter. Die Mädchen laufen nur in Kleidchen rum, Noah liegt mit Body und Hose im Kinderwagen, Benni ist mit seinen Boardshorts verwachsen und ich verzweifel angesichts der übersichtlichen Anzahl sommertauglicher, stillfreundlicher Sachen, in die ich wieder reinpasse. Momentan würde ich also nur eine handvoll Kleider und Badesachen einpacken. ABER: wir sind in Irland. Morgen kann es sich schon wieder auf 15°C und Nieselregen abgekühlt haben … Und dann laufen wir mit Eisbeinen in Sommerkleidchen rum. Also packe ich vom Bikini bis zur Winterjacke für alle fünf alles ein … Achja, Bennis Kitesachen, Tauchsachen, die Strandmuschel, der Kinderwagen plus unzählige Bücher und Spielsachen – sowohl für die Kinder wie auch für die Erwachsenen müssen auch noch mit.

Es wird spannend, wie und ob das alles in unser Auto passt! Aber ich vertraue unseren Tetriskünsten … Und im Notfall brauchen wir doch noch eine Dachbox.

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