Teil 3/3 – Ich muss mal, ich hab Hunger, wann sind wir endlich daaaa?

Am letzten Tag ging es nach einem sehr gemütlichen Frühstück – ohne irgendwelche besonderen Vorkommnisse -, Kofferpacken und Schwimmen zu Fuß vom Hotel in die Stadt. Milla hat die Zeit im Kinderwagen für einen Mittagsschlaf genutzt und als wir endlich in der Stadt angekommen waren, hatte ich eigentlich schon ausreichend viele Kilometer für meinen Zustand zurück gelegt. Dementsprechend antriebslos schlenderten wir dann durch die Einkaufsstraßen bis zum English Market. Dort fühlte ich michin die Markthallen von Barcelona versetzt und hatte sofort tausend Ideen, was ich gerne jetzt auf der Stelle kochen, grillen oder einfach nur probieren möchte.

Cork - English Market

Vom English Market führte uns unsere Schlenderei ins Hugenottenviertel. Die kleinen Gassen mit ihren Boutiquen, Restaurants und Bars mag ich deutlich lieber als die großen überfüllten Ladenstraßen. Und so bummelten wir eine Gasse nach der nächsten ab, bis Milla aufwachte und mich bei dem Ruf nach etwas Essbaren unterstützte. Also gab es erstmal eine kleine Stärkung in einem noch viel kleineren, sehr gemütlichen Restaurant.

Cork

Nachdem ich einen Stoffladen gefunden hatte – in dem ich aber dank ziemlich saftiger Preise hauptsächlich Nähzubehör und Schnickschnack erstanden habe – machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Hotel, um die Heimfahrt anzutreten. Da ich beim Anblick des zu erklimmenden Berges leichte Sorge hatte, das mein kleiner Bauchbewohner die Besteigung als sofortigen Rausschmiss versteht und unsere beiden Mädels bei jedem vorbeifahrenden Bus erklärten, wie toll Busfahren doch sei, nahmen wir für die zwei Haltestellen tatsächlich das öffentliche, zweistöckige Verkehrsmittel.

Und dann begann die Rückfahrt! Und sie sollte länger dauern als gedacht – dank zwei windelfreien Kleinkindern und einer im neunten Monat Schwangeren. Kaum hatten wir die Autobahn erreicht und die erste Mautstelle überfahren, meldete sich Milla mit einem lauten „ich muss mal!“. Also nahm Benni die nächste Abfahrt und hielt am Straßenrand. Leider war das eine der Abfahrten, zu denen es keine Auffahrt gibt … Und auch keine Straße, die abseits der Autobahn Richtung Dublin führt. Also fuhren wir zur letzten Auffahrt zurück und damit noch einmal durch die Mautstelle. Eine halbe Stunde später kam die nächste Wortmeldung. An dem ersten Raststellenzeichen fuhr Benni ab und schon während wir um die Kurve fuhren, sahen wir das große M … Zu der Pipipause gab es also auch noch eine Burgerpause. Die nächsten zwei Haltepunkte waren wieder am Wegesrand, aber vor dem Verlassen der Autobahn suchten wir sicherheitshalber auch immer die entsprechenden Auffahrten. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir wieder Zuhause an – und natürlich mussten alle drei Frauen erst einmal zur Toilette.

Voraussichtlich war das unsere vorerst letzte längere Insel-Tour. Aber ich denke, wir werden auch ohne längere Fahrten noch einige schöne Stellen in der näheren Umgebung entdecken können und in den kommenden Wochen wird bestimmt auch noch einiges aufregendes, neues und spannendes passieren. Ich werde auf jeden Fall weiterhin hier berichten!