Teil 3/3 – Sheep`s Head und Mizen Head

Der Sonntagmorgen begann wie schon der Samstagmorgen – mit zwei kleinen Mädchen, die startklar im Badeanzug und Schwimmmütze darauf warteten, dass ihre verschlafenden Eltern endlich die Augen aufmachen und sich aus dem Bett in die Badesachen schmeißen. Nachdem die Schwimmeinheit absolviert, die Taschen wieder gepackt und alle mit Kaffee, Saft und Irish Breakfast gut gestärkt waren, ging unsere Reise weiter.

Auf unserem letzten Teil der Reise durch den Süden wollten wir soviel wie möglich von den Halbinseln sehen, die süd-westlich von Bantry liegen – der Mizen Head Peninsula und Sheep´s Head Peninsula.

Mal wieder ohne detaillierte Straßenkarte – wir nutzen nach wie vor für unsere Ausflüge eine relativ grobe Karte aus dem ADAC Reiseführer Irland – und ohne aktives Navi – das uns zwar immer mal wieder aus der Patsche helfen muss, mit seinen Gälisch-Englischen Endlosnamen aber eher zur Erheiterung als zur Wegfindung beiträgt – fuhren wir also in Bantry los und bogen kurz nach dem Ortsausgang auf einen mit „Goat´s Path“ bezeichneten Weg ab. Es dauerte ziemlich lange, bis ich unsere Position annäherungsweise dank dem lonely planet -Reiseführer bestimmt hatte. Da befanden wir uns schon mitten auf der wunderschönen Sheep`s Head Peninsula. Die Insel besteht aus Schafen, Bergen, Küste und ganz vereinzelt stehenden Häusern. Leider hat sich auch an diesem Tag das Wetter nicht von seiner besten Seite gezeigt.

Sheeps Head - 10/03/2013 #1

Denn der Himmel war wolkenverhangen und immer mal wieder kamen einige Regenschauern vorbei – aber: Irlands Schafe sind gut vorbereitet!

Sheeps Head - Lamm im Regenmantel

Unsere Fahrt ging weiter zur Mizen Head Peninsula. Landschaftlich ähnelt diese Halbinsel den anderen im Co. Cork. Doch neben Klippen, Schafwiesen, Bergen und kleinen gewundenen Wegen findet man hier auch den ein oder anderen Sandstrand. Im Sommer kann man hier bestimmt einige Sonnenanbeter und Schwimmer treffen, doch bei Regen, Sturm und Kälte waren am Sonntag nur einige mutige Surfer im Neoprenanzug im Wasser.

Mizen Head Peninsula - 10/03/2013

An der Mizen Head Signal Station machten wir Pause. Dort erinnern die Cliffs an den Westen von Irland und bei heftigem Sturm und Regen ersparten wir uns den Weg zum südwestlichsten Punkt von Irland.

Mizen Head Signal Station - 10/03/2013

Mit einem Abstecher über Crookhaven ging es über Schull wieder zum Festland. Inzwischen war Nachmittag und wir überlegten, wie unsere weitere Route aussehen sollte. Ursprünglich hatten wir geplant, um 18 Uhr in Cork zu Abend zu Essen und dann den Heimweg anzutreten. Das war aber – außer über Hauptstraßen – kaum noch zu schaffen. Daher setzten wir uns Kinsale als Ziel, und fuhren noch ein wenig über die kleineren Straßen von Skibbereen nach Baltimore und wieder zurück nach Skibbereen. Weiter ging es über die N71 Richtung Clonakilty.

Mizen Head bis Clonakilty - 10/03/2013

Und so fanden wir ihn doch noch! Einen Steinkreis! Nachdem wir bereits am Samstag auf der Beara Peninsula vergeblich einigen Hinweisschildern zu einem Steinkreis gefolgt waren, den wir allerdings selbst nach gefühlten 100 km Fahrt auf einem Wanderweg nicht finden konnten, hatten wir nun mehr Glück. Auf dem Weg zwischen Skibbereen und Clonakilty – mit für irische Verhältnisse relativ vielen Wegweisern – sollte ein weiterer Steinkreis zu sehen  sein. Und das Beste war: am Ende der Hinweisschilder befand sich tatsächlich auf einem dank ungünstiger Wetterbedingungen matschigen Feld der Drombeg Stone Circle.

Drombeg Stone Circle - 10/03/2013

Um halb sieben hatten wir Kinsale erreicht. Der Ort wirkte sehr schön mit kleinen Gassen, die sich um den Hafen schlängeln. In einem gemütlichen Pub konnten wir unsere Tour bei einem sehr leckeren Essen abschließen. Von dort ging es auf direktem Weg nach Hause – aber unser nächster Ausflug wird kommen!