Teil 2/3 – Der Ring of Beara

Kaum hatten wir am Samstag morgen ein Auge halb geöffnet, hüpften auch schon beide Kinder aus dem Bett und kramten im Koffer. Während Benni und ich uns langsam im Hotelzimmer orientierten, hatten sich unsere beiden Mädchen schon in zwei rosafarbene Taucherinnen verwandelt – morgens um 7 Uhr! Selbst unsere mehrfachen Hinweise, dass der Hotelpool erst um 8 Uhr öffnet, konnte ihren Enthusiasmus nicht mindern und um kurz vor acht schleppten sie einen langsam wach werdenen Benni in den Spa-Bereich um ENDLICH schwimmen zu gehen. Doch trotz des langen langen Wartens im Hotelzimmer mussten die drei weitere zehn Minuten vor verschlossenen Türen in Badevollausstattung vor dem Schwimmbad warten.

BadenixenNach dem gemütlichen Frühstück ging es um zehn Uhr los. Unser Ziel war der nord-westlich von Bantry liegende Ring of Beara der an der Küste der Beara Peninsula verläuft. Das Wetter war nicht so richtig vielversprechend, aber immerhin war es größtenteils trocken und die Schönheit der Landschaft ließ sich trotz wolkenverhangenen Himmels erahnen.

Ring of Beara - 09/03/2013 #1

Von Bantry fuhren wir nach Glengarriff, dem ersten Ort auf der Halbinsel und von da aus über die R572 Richtung westlichsten Zipfel der Beara Peninsula – denn dort befindet sich die einzige Seilbahn von Irland, die einen mit einer kleinen, alten, einzelnen Gondel innerhalb von zehn Minuten nach Dursey Island transportiert – wenn sie nicht gerade Mittagspause hat! Da wir allerdings pünktlich zur dreistündigen Pause dort ankamen, haben wir weder die Gondelfahrt erlebt, noch die kleine vorgelagerte Insel angeschaut. Wir müssen also auf jeden Fall noch einmal dorthin 😉

Ring of Beara - 09/03/2013 #2

Unsere Fahrt ging auf der Nordseite der Halbinsel über Allihies und Eyeries weiter bis Ardgroom – einem kleinen Ort mit einem Irland-typischen kombinierter Tankstellen-Supermarkt-Café. Dort konnten sowohl wir wie auch unser Auto neue Energie für den letzten Teil der Reise bekommen.

Die Landschaft ist wirklich wunderschön und man kann erahnen, wie farbenfroh es zur Rhododendronblüte hier sein muss. Die Küste wechselt zwischen sanft abfallenden Wiesen und Stränden und Steilküsten und das Inselinnere wird von den kargen Caha-Mountains geprägt. Die wenigen kleinen Ortschaften sind wunderschön und vor allem bunt! Für mich ist Cork der bunteste County, den ich bisher in Irland kennenlernen dürfte – jedes Häuschen ist in einer anderen Farbe gestrichen und strahlt auch ohne Sonnenschein Fröhlichkeit aus.

Ring of Beara - 09/03/2013 #3

Über Lauragh ging es weiter bis Kenmare. Dieser Teil der Insel gehört zum County Kerry, während die andere Hälfte im County Cork liegt. In Kenmare beginnt dann der bekanntere Ring of Kerry.

Zu den Straßen habe ich bereits ein wenig geschrieben. Der Ring of Beara ist eine non-national road (R) und war zu unserem Glück wenig befahren. So konnten wir oft einfach anhalten, um Fotos zu machen oder Schaf, Rind und Co. Vorfahrt zu gewähren.

Ring of Beara - 09/03/2013 #4

Von Kenmare aus sind wir auf direktem Weg nach Bantry zurückgefahren – aber wir werden auf jeden Fall noch einmal die Beara Peninsula besuchen, denn

  1. möchte ich die Halbinsel mal in voller Blüte und im Sonnenschein sehen,
  2. sind wir noch nicht über den Healy Pass gefahren, der auch sehenswert sein muss,
  3. müssen wir einmal mit der einzigen Cable Car von Irland gefahren sein und
  4. sind wir bisher durch die Ortschaften der Halbinsel nur durchgefahren – und sie sind es definitiv wert, auch mal genauer betrachtet zu werden!

Wir kommen also wieder! Aber erst einmal ging unsere Fahrt weiter nach Bantry.

Um halb fünf hatten wir unseren Ausgangspunkt wieder erreicht – gerade pünktlich zu meinem Muttertagsgeschenk: einer Ganzkörper-Schwangerschaftsmassage! Während Benni mit den Kindern Schwimmen war und sie für das Abendessen fertig machte, hatte ich eine ganze Stunde Verwöhnprogramm. Und nein, es war kein viel zu frühes Geschenk – denn hier war bereits am Sonntag (10. März) Muttertag. Die Kinder hatten im Kindergarten auch ganz tolle Bilder gebastelt und seit Wochen Blümchen gezüchtet, die ebenfalls die Fahrt nach Cork – gut versteckt im Kofferraum – angetreten hatten. Und nun weiterhin fürsorglich von Lara und Milla gegossen werden.

Entspannt und gut gesättigt erwarteten wir somit den letzten Tag unseres Wochenendtrips im Süden von Irland.

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