In einem Atemzug

Seit einiger Zeit wird unsere Wahlheimat Irland häufig in einem Atemzug mit unserem Wahlurlaubsziel Portugal genannt … und der Dritte im Bunde ist Griechenland. Die drei kleinen Länder verbindet die hohe Staatsverschuldung und der schwere Weg aus der Krise. Vielleicht reisen aufgrund dieser Gemeinsamkeit so viele Iren diesen Sommer nach Portugal? Viele unserer hiesigen Bekannten zog es dieses Jahr an das westlichste Ende Europas.

Während wir in Irland die Auswirkungen der Krise, der Reformprogramme und die Stimmung im Volk mitbekommen, da wir hier leben und arbeiten, präsentierte sich Portugal für uns als Urlaubsland, perfekt abgestimmt auf die Bedürfnisse sonnenhungriger Touristen.

Unsere Reise zum Flughafen Faro war – abgesehen von einem mittelgroßen Schreck zu Beginn – unkompliziert. Die drei Stunden Flugzeit haben die Kinder und wir in der ausgebuchten AerLingus-Maschine gut verbracht und dank einer Extrafahrt über das Rollfeld und einer sehr langen Schlange bei der Einreisekontrolle, waren unsere Koffer bereits auf dem Gepäckband als wir in der Gepäckhalle ankamen.

Mit unserem Gepäck begaben wir uns dann auf die Suche nach dem Sixt-Schalter. Eine freundliche Dame lotste uns zu einer Abfahrtsstelle vor dem Flughafen, an der uns dann ein Bus einsammeln sollte, der uns zu dem Gelände des Mietwagen-Services bringen sollte. Dort warteten schon eine Menge Menschen … zum Glück für uns hatten diese allerdings alle bei einem etwas überforderten Mietwagen-Verleih gebucht, der mit dem Transport seiner Kunden nicht zurecht kam. Unser Shuttle-Service kam relativ zügig und brachte uns sicher zu unserem Mietwagen.

Dank Bennis guten Tetris-Fähigkeiten war der Miet-Kombi schnell beladen und wir befanden uns auf dem circa einstündigen Weg zu unserem Ferienhaus an der Fels-Algarve.

Der Beginn der Fahrt – nach einer kurzen Aufregung aufgrund einer blinkenden Öllampe – verlief sehr still … unser erster Eindruck von Portugal war: trocken bis staubig.

Der Kontrast zu Irland kann gar nicht extremer sein. Während wir uns auf unseren Fahrten über die Insel fast freuen, wenn wir einen Stein zwischen den ganzen Grüntönen entdecken, sind in Portugal noch nichtmal die Pflanzen so richtig grün. Dafür dominieren Rot- und Brauntöne … und jede Menge Staub.

Nachdem wir von der Hauptstraße abgebogen waren und die Wege von asphaltiert zu Sand und dann zu Schotter wechselten, konnten wir allerdings schon die Schönheit der Felsalgarve erahnen.

Nach der Ankunft an unserem Haus waren wir innerhalb weniger Stunden so entspannt, dass wir keinerlei Zeitgefühl mehr hatten und erst der Anruf unserer Freunde vom Flughafen uns wieder in die Wirklichkeit zurück holte … die hatten nämlich bereits das Gepäckband erreicht und vermuteten uns wartend vor dem Flughafen – während wir noch am Pool lagen und den Ausblick genossen.

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