Oh Schreck!

Die zwei Reisetaschen sind mit massig Übergewicht eingecheckt und auch die beiden Kindersitze und die riesige Kite-Tasche – in der Lara und Milla locker Platz finden – sind auf dem Weg in den Flugzeugbauch. Plötzlich können wir entspannen, da wir nun nur noch auf unser spärliches Handgepäck und unsere beiden Kinder aufpassen müssen bevor wir den Sicherheitsbereich des Dubliner Flughafens betreten.

Doch bei Bennis erleichterten Worten „Ist das schön mit so wenig Handgepäck“ klingeln bei mir die Alarmglocken … Wo ist unsere Kameratasche?? Beide Kinder haben ihre Rucksäcke, ich einen Rucksack und eine Tasche mit diversen Kuscheltieren … Aber woooooooooooo ist die Kamera?

Morgens um 4:15 Uhr am Dubliner Flughafen – mein Hirn versucht sich an die letzte Stunde zu erinnern. Wo hab ich das letzte Mal die Kameratasche gesehen? Hab ich sie ins Taxi getragen? Hab ich sie im Wohnzimmer stehen lassen? Hab ich sie auf dem Taxi-Steig abgestellt?

Ich kann mich an wirklich nichts erinnern. Nachts arbeitet mein Hirn einfach nicht – und so bin ich mir auf einmal ziemlich sicher, dass ich die Kamera gar nicht zum Taxi getragen habe. Zum Glück haben wir noch zwei Stunden, bis unser Flugzeug irischen Boden verlassen soll und so begibt Benni sich auf den Weg zum Taxistand, um zu Hause die vergessen geglaubte Kamera zu holen.

Doch auf dem Weg zum Taxistand – zum Glück streiken die Taxifahrer heute nicht – klingelt Bennis Handy. Wer ruft ihn um halb fünf Uhr morgens an?

Der Taxifahrer, der uns und unser Gepäck vor einer halben Stunde zu Flughafen gebracht hat! In seinem Taxi hat er noch eine Kamera gefunden und er ist schon wieder auf dem Weg zurück zum Flughafen, um sie uns vorbei zu bringen!

Unser Urlaub beginnt mit einem Schreck, gefolgt von großer Erleichterung und dem schönen Gefühl, dass es zum Glück noch ein paar ehrliche und nette Menschen auf der Welt gibt! Und auch wenn der besagte Taxifahrer diesen Text wahrscheinlich nie lesen wird:

Vielen Dank!!!

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