Panik

Das passt nicht! Das muss passen! Aber das passt wirklich NIE im Leben!

Die Situation kommt mir bekannt vor. Kein Wunder! In den letzten 3 Monaten habe ich ja auch schon viele Koffer ein- und wieder ausgepackt. Aber so verschätzt hab ich mich wirklich noch nie!

Früher – also bevor die Kinder da waren – sind Benni und ich immer mit einem gemeinsamen Koffer verreist. Egal wohin und egal wie lange, ob im Sommer oder Winter, immer hat alles in den einen Koffer gepasst. Mit Kindern wird das Gepäck plötzlich mehr – VIEL mehr!

Bisher war mir das nicht so direkt bewusst, da wir unser Urlaubsziel in den meisten Fällen mit dem Auto erreicht haben und da findet man immer noch einen Platz für die x-te Reisetasche, Pampersverpackung, Spielzeug und Schuhbeutel.

Die zwei Deutschlandreisen waren Ausnahmesituationen – auch was das Gepäck betrifft. Der Zeitraum, die Anlässe, das was schon oder noch vor Ort war und die Mitbringsel in beide Richtungen haben den Umfang und die Anzahl unserer Koffer beeinflusst. Und mich schon da an den Rand des Wahnsinns getrieben.

Nun stehe ich also wieder vor dem besagten Koffer. In den letzten Tagen habe ich Anziehsachen, Badesachen, Medikamente, Spielzeug und Bücher von vier Personen nach und nach ins Gästezimmer getragen. Auf dem Bett stapelten sich T-Shirts, Hosen und Röcke. Zuerst gehe ich alles durch und sortiere wieder aus. Schließlich soll an unserem Urlaubsziel schönes Wetter sein und wir brauchen dann wirklich wenig zum Anziehen. Im Grunde würden Badesachen und zwei/drei Shirts reichen … aber es sind doch noch soooo viele schöne Sommersachen im Schrank, die dieses Jahr noch gar nicht getragen wurden … die können doch nicht alle hier bleiben! Also wandern doch wieder ein paar Kleider zurück in die Kofferstapel. Dann fang ich an zu packen. Meine Sachen sind schnell verstaut und die erste Kofferhälfte ist voll. Dann fang ich mit den sperrigen Sachen an – Spiele, Bücher, Medikamente, Sonnencreme und so … da ist die zweite Hälfte voll. Panisch schau ich mich im Gästezimmer um – da liegen ja noch drei – zugegeben im Vergleich zu meinem ziemlich kleine – Berge mit Hosen, Thsirts, Kleidchen, Badeshorts und Hüten.

Aber die passen wirklich nicht mehr! Also muss doch wieder das Handgepäck genutzt werden. Ich hole die Trolleys dazu und schätze ab … ich befürchte, mit zwei kommen wir nicht aus. Alleine bei dem Gedanken daran, mit drei Handgepäckstücken plus meiner – nicht gerade kleinen – Handtasche, einem Buggy, 2 Kleinkindern und zwei Auto-Kindersitzen die Sicherheitskontrollen zu überstehen, die Zeit bis zum Abflug zu verbringen, unsere Plätze im Flugzeug zu beziehen und am Ankunftsflughafen das Einreiseprozedere zu durchlaufen, wird mir ganz anders.

Benni bekommt eine Nachricht von mir „Wir haben einen Gepäckengpass“, aber ich bekomm den ganzen Nachmittag keine Antwort. In Gedanken verabschiede ich mich von all meinen Sommersachen und reduziere mein Gepäck auf einen Bikini und ein Sommerkleid – das muss dann reichen für zwei Wochen.

Als Benni nach Hause kommt, geht er in Gästezimmer und schaut sich das Ausmaß unseres Gepäckproblems an – und fragt „Wo ist denn der zweite Koffer? Wir haben doch zwei Gepäckstücke gebucht!“.

9 Kommentare

    • Danke 😉 Du haettest mich heute Mittag mal in meiner Panik hier sehen sollen! Da war ich alles andere als suess!

      Und ich hab uebrigens natuerlich direkt in der Flugbuchung nachgeguckt, ob wir auch WIRKLICH zwei Koffer gebucht haben!

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  1. Gute Pointe 🙂 Aber das andere Problem, das kennen wir auch. Nach fünf Tagen Camping mit Kind bin ich immer noch fix und fertig. Ich glaube, ich habe die ganze Zeit über ZEUGS von A nach B und zurück geschoben, weil es im Weg war. Früher – im Leben 1.0 – ging das ruck-zuck, alles in sauber beschrifteten Kistchen sauber verräumt. Heute haben wir immer noch die Kistchen, dazu Taschen, Einkaufstüten, mit Zeugs gefüllte Abwaschbecken,… echt, unser Land-Rover ist so zugemüllt, dass niemand mehr drin schlafen kann, also muss ein zusätzliches Zelt auch noch mit… *snif*

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    • Camping mit Kindern ist auch wirklich für Fortgeschrittene und wär für mich der absolute Horror. Dieses ganze Hin-und Herräumen würde mich im Urlaub wahnsinnig machen … Ich bin da eher der Typ „mit-Buch-faul-in-der-Sonne-liegen“ 😉

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  2. […] Reiseleitering unserer kleinen Reisegruppe bekam ich im Angesicht unseres Gepäcks eine leichte Panik. Nachdem sich das Kofferproblem gelöst hatte bestand aber weiterhin das Handgepäckproblem. Also […]

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  3. du solltest benni packen lassen 🙂 ich bin mir sicher, dass MÄNNER das komplette gepäck für 4 personen in EINEN koffer bekommen 🙂 gut, es gibt für jeden nur EINE kombination zum anziehen und die unterhosen müssen nach einer woche kurz durchgewaschen werden…. ABER es passt! für mich auch immer wieder ein rätsel, wie männer es schaffen, sich KOMBINATIONEN einzupacken!! DIESE hose mit DIESEM shirt….. hallo? weiß ich, an welchem tag ich lust auf jene hose mit jenem shirt habe? ich packe das ein, was mir gefällt und schaue im urlaub, welches oberteil zu welchem unterteil passt 🙂 das führt zwar manchmal dazu, dass ich die hälfte der klamotten unangezogen wieder mit nach hause schleppe, weil ober-und unterteil NICHT GANZ OPTIMAL zusammen gepasst haben… aber es hätte ja auch durchaus sein können, dass ich an jenem tag die lust verspürt hätte, den lila rock mit dem orangefarbenen oberteil anzuziehen :)) vielleicht werde ich in 6 tagen einfach einmal über die strategie der männer nachdenken, bevor ich vor dem alljährlichen problem „ÜBERGEPÄCK“ stehe…

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  4. Hallo Barbara, wir vom Onlinereiseführer Easyvoyage.de würden deinen Blog gern auszeichnen und in unser Reiseblogverzeichnis aufnehmen. Wenn du daran Interesse hast melde dich doch bitte per Mail bei uns. Viele Grüße, dein Easyvoyage-Team

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