Auge in Auge mit Scharfzahn – Teil 3 unserer Reise durch Nordirland

Der zweite Tag startet mal wieder mit … ESSEN 🙂 Aber jeder Mensch muss frühstücken und für den einzigen Mann in unserer Familie ist es überlebenswichtig, die regelmäßige Nahrungszufuhr für seine drei Frauen sicher zu stellen. Also führte unser erster Weg am Sonntagmorgen in den Frühstücksraum unseres Hotels. Dort waren wir – wie erwartet – die ersten Gäste und es gab – völlig unerwartet – kein Frühstücksbuffett. Auf der Karte haben wir dann aber alle etwas passendes gefunden und so konnten wir uns um 9 Uhr gut gestärkt – leider mal wieder bei ziemlich grauem Wetter – auf den Weg Richtung Belfast begeben.

Nachdem wir eine halbe Stunde Sightseeing durch die menschenleere Stadt gemacht hatten (mit dem Auto, denn beide Kindern waren wieder eingeschlafen), öffnete endlich unser nächster Programmpunkt – das Ulster Museum.

Dort hatte einige Tage zuvor die Sonderaustellung „Age of the Dinosaur“ begonnen … für unsere beiden Dinosaurier-Fans genau das Richtige. Bei Lara hatte ich einige Bedenken, da sie ja manchmal sehr ängstlich ist, sich im Zoo über die trompetenen Elefanten beschwert und Clowns und andere Verkleidungen nicht mag … aber versuchen wollten wir es trotzdem.

Die Ausstellung beginnt in einem großen hellen Raum mit einer Übersicht über die unterschiedlichen Epochen und einem kleinen Ausstellungsbereich, in dem Fossilien gezeigt werden, die in Irland gefunden wurden. Bereits da hört man aber laute Geräusche aus den angrenzenden Räumen und das war Lara nicht ganz geheuer. Im nächsten Raum war es stockdunkel und nur einige Lichtspots beleuchteten die: Dinosaurier! Die Urzeit-Giganten bewegten sich wirklich lebensecht und machten laute Geräusche. Ab da war Lara dann natürlich keinen Schritt mehr vorwärts zu bewegen. Selbst die freundlichen Museumsangestellten, die uns Taschenlampen jeder Größe anboten, konnten sie nicht überzeugen. So ging zuerst Benni einmal mit Milla durch die Ausstellung und ich blieb bei Lara und dann war ich an der Reihe. Milla fand die Dinosaurier ganz toll und war nur mit ganzem Körpereinsatz davon abzuhalten, in die Kulisse zu klettern. Da die Ausstellung aber in dem darauffolgenden Raum noch weiter ging, mussten wir Lara dann doch irgendwie durch den Jurassic forrest bringen … mit zugehaltenen Augen und Ohren und im Eilschritt auf Bennis Arm erreichte sie letztendlich den nächsten Abschnitt. Dort konnten die Kinder ein Dinosaurierskelett vom Sand befreien, auf ganz viele Knöpfe drücken und sich jede Menge Bücher über Dinosaurier anschauen.

Und damit war auch für Lara der Museumsbesuch ein voller Erfolg. Am nächsten Morgen hat sie direkt nach dem Aufwachen erzählt „Ich hab von Flugsauriern geträumt! Nicht von dem bösen T-Rex, vor dem hab ich doch Angst.“

Aber zurück zu unserem Museumsbesuch. Um 11 Uhr waren wir fertig mit der Ausstellung und obwohl das Museum wirklich sehr schön ist und uns auch die anderen Ausstellungen interessiert hätten, beschlossen wir, weiterzufahren. Die große Frage war nur – mal wieder – wohin?! Nach Hause, weiter in den Norden oder Belfast angucken???